Gottesdienste

Sonntag, 12. November
10.00 Uhr in Schönhausen

Dienstag, 14. November
16.30 Uhr im Seniorenwohnpark Schollene

Freitag, 17. November
17.00 Uhr in Neuermark
Johannisandacht und -umzug

Strich

Strich

Sonnabend, 18. November
14.00 Uhr in Hohengöhren
Stationenandacht zum Volkstrauertag

Sonntag, 19, November
10.00 Uhr in Schönhausen
10.00 Uhr in Schoillene
14.00 Uhr in Lübars
Gottesdienst und Andachten zum Volkstrauertag

Sonntag, 9. Juli
10.00 Uhr in Schönhausen
Reiseerinnerungs-
gottesdienst

nach der
Familienfreizeit

Sonntag, 26. November
08.30 Uhr in Hohengöhren
10.00 Uhr in Schönhausen
10.00 Uhr in Schollene
14.00 Uhr in Neuermark
14.00 Uhr auf dem Schönhauser Friedhof
Gottesdienste und Andacht zum Ewigkeitssonntag

Sonntag, 3. Dezember
10.00 Uhr in Schönhausen

Sonntag, 10. Dezember
08.30 Uhr in Hohengöhren
10.00 Uhr in Schönhausen
14.00 Uhr in Schollene
Adventsnachmittag

Sonntag, 17. Dezember
10.00 Uhr in Schönhausen
Wunschliedersingen mit dem Posaunenchor
14.00 Uhr in Neuermark
Adventsnachmittag

Sonntag, 24. Dezember
15.00 Uhr in Hohengöhren
16.00 Uhr in Schollene
17.00 Uhr in Ferchels
17.00 Uhr in Neuermark
18.00 Uhr in Schönhausen

Christvespern mit Krippenspielen

Montag, 25. Dezember
10.00 Uhr in Schönhausen
14.00 Uhr in Molkenberg
Weihnachtsgottesdienste

Dienstag, 26. Dezember
10.00 Uhr in Hohengöhren
Weihnachtsgottesdienst

Sonntag, 31. Dezember
15.00 Uhr in Schollene
18.00 Uhr in Schönhausen
Andachten mit Jahresdiashow
22.00 Uhr in Schollene
Musikalische Besinnung zum Jahreswechsel

Montag, 1. Januar
10.00 Uhr in Hohengöhren
14.00 Uhr in Schönhausen
Andachten zur Jahreslosung

Sonntag, 7. Januar
10.00 Uhr in Schönhausen
14.00 Uhr in Schollene
Gottesdienste zum Epiphaniasfest

Abendmahl

Kindergottesdienst

Kirchencafé

 

Treffpunkte

OFFENE KIRCHE SCHOLLENE
Andacht, Stille, Gebet

Di. um 18.00 Uhr,
Kirche Schollene

Entdecker-Treffen
am 21. November um 15.00 Uhr an der Kirche Schönhausen

Christenlehre
Mi. um 16.30 Uhr
in Klietz oder in Schollene (außer in den Ferien, Informationen unter 039382 / 2 25

Strich

Festschrift

Strich

Konfirmandengruppe
Fr. um 17 Uhr
alle zwei Wochen
(außer in den Ferien,
Informationen unter
039323 / 3 82 06)

Instrumentalunterricht
Mo., Informationen unter 039323 / 3 89 52

Gebetskreis
Mo. um 19.30 Uhr
in Schönhausen

Flaggentanz
freitags um 8.30 Uhr in der Winterkirche Schönhausen

Kreatelier (Malgruppe)
mittwochs um 14.00 Uhr im Gemeinderaum in Schönhausen

Posaunenchor
Infos bei Thomas Matzke,
T: 01 74 / 1 72 44 66

Sing- und Gesprächskreis
Di. um 18.30 Uhr
in Schollene
(außer in den Ferien)

Singkreis
Do. um 18.00 Uhr in Schönhausen

Gemeindenachmittag
Di., 21. November,
um 13.30 Uhr,
im Pfarrhaus Schollene
Do., 23. November
um 14.30 Uhr,
in Schönhausen

Begegnungscafé:
Flüchtlinge begegnen
Einheimischen

Do. um 14.30 Uhr
im Klietzer Pfarrhaus

Familienkreis
Information bei Pfr. Ralf Euker, T: 039323 / 3 82 06

Frauenfrühstück
Mi., 11. Oktober, 9.00 Uhr, Winterkirche Schönhausen

Gedanken zur Jahreslosung

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

zwei Männer – sie kennen sich weder gut noch schlecht – unterhalten sich. Worüber sollen sie sich schon unterhalten, so als Männer, ob sie sich nun gut kennen oder schlecht. Da unterhalten sie sich eben über Autos. Das Thema ist ergiebig und doch nicht zu persönlich, das Beste, was einem Mann als Gesprächsthema so passieren kann.

Günstigerweise hat sich der eine der beiden Männer gerade ein neues Auto gegönnt, einen „Japaner“. Er schwärmt von „Japanern“ – wegen der technischen Raffinesse, wegen des Fortschritts in jedem Detail.

Der andere fährt Volkswagen. Das ist was Solides. So ein Volkswagen steht einem „Japaner“ in nichts nach… Ein wirklich gutes Thema also, dieses Auto-Thema, denn welcher Mann will einem anderen Mann schon in etwas nachstehen.

Der Besitzer des „Japaners“ schwärmt. Das finge beim Design an, höre damit aber noch lange nicht auf. Und schon taucht der „Japaner“-Fahrer tief ein ins Datenblatt vom KFZ.

„Heutzutage muss man vor allem auf den Verbrauch achten – und da ist er einfach spitze, mein 'Japaner', 6,5 Liter auf 100 Kilometer laut Katalog. Klar das schafft der Kleine von der Frau auch. Nur der schafft ja nichts weg… vom Bau- oder vom Getränkemarkt.

Ach ja, und die Leistung! Man will ja auch mal von der Stelle kommen oder überholen. Da braucht man unter der Haube schon das ein oder andere Pferd. Sonst wird das nix. Und wissen Sie, dann hat mein 'Japaner' ja auch die neue asiatische Einspritztechnik. Dadurch wird der Wagen noch mal wartungsärmer. Wissen Sie, ich habe mein Auto ja zum Fahren, nicht zum Warten.

Wobei Fahren auch schon wieder ein gutes Stichwort ist! Denn man will ja auch mal ankommen. Sonst könnte ich ja Fahrrad fahren. Verstehen Sie mich nicht falsch. Vom Rasen, wie die jungen Kerls das immer veranstalten, halte ich überhaupt nichts, aber eine passable Reisegeschwindigkeit, die soll schon sein – und die…, die garantiert mir mein Japaner einfach.

Außer man steht im Stau – meist ja weil wieder irgend so eine Studentenrostlaube liegen geblieben ist. Dann, ja dann freue ich mich einfach an den tausend Knöpfen am Armaturenbrett – ich meine am Zubehör, das sämtlichst im Preis enthalten war; Klimaanlage, ESP,  SPD, CDU und ABS nebst energiesparender Handschuhfachbeleuchtung, Stereoanlage, Bordcomputer und Minibar.

Man kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Und da ist noch überhaupt kein Wort über den Service verloren. So was Nettes, so was Zuvorkommendes. Das gibt’s bei den Deutschen und den Franzosen überhaupt nicht mehr, obwohl die Japaner bei meinem Japaner in der Werkstatt natürlich auch Deutsche sind…"

„Und in der Kirche sind Sie auch?“ fragt der Volkswagenfahrer dann etwas unvermittelt den „Japaner“-Fahrer, als ihm beim Rundgang ums KFZ der am Heck frisch aufgeklebte Fisch ins Auge fällt. „Ja, in der Kirche sind wir auch. Auch meine Frau. Die Kinder sind getauft.“

„Sind Sie da auch so ein kritischer Kunde", fragt der Volkswagenfahrer da, "so kritisch wie bei ihrem Japaner – ich meine jetzt so betreffs Leistung und Zubehör? - Na nüscht für ungut. Man sieht sich!“

„Hä?“ denkt sich da unser „Japaner“-Fahrer: „Was sollte das denn jetzt? Ob ich da genau so kritisch bin. Was geht das den denn an?“

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Nichts wahrscheinlich… Aber unseren „Japaner“-Fahrer geht es was an. Ganz schön an die Nieren geht ihm diese Frage. So sehr, dass er gedanklich immer und immer wieder darauf zurückkommt.

Selbstverständlich macht er die Sache mit sich selbst ab. Wie ein Mann eben, so behandelt er auch dieses Thema: Bald schon hat er in seinem Inneren so eine Art „Datenblatt“ seines Lebens erstellt:

Kindheit in der Vorstadt im Reihenhaus.
Zwei Geschwister.
Geld knapp.
Eltern oft auf Arbeit.
Deswegen: Zeitweise Schlüsselkind.
Gelegentlich schlechte Stimmung zu Hause.
Nie verreist. In der Kindheit zumindest nicht.
Die Pubertät war eine Katastrophe – wegen der Akne.
Freundinnen also Fehlanzeige.
Mit eben über 20 die Monika kennen gelernt,
zügig geheiratet, die Kinder in die Welt gesetzt.
Schichtarbeit.
Dann: Sorge um den Arbeitsplatz.
Verkauft an Subunternehmer und noch mehr Stress.
Dann die Brust-OP von der Monika. Das war schon hart.
Dann drohten währenddessen auch noch die Kinder
schulisch völlig aus dem Ruder zu laufen.
Am Ende: Mittelmäßiger Realschulabschluss.
Von wegen: „Ihr sollt es mal besser haben!"
Und jetzt noch die Sorgen um die Eltern.
Immer mehr drunter und drüber geht es da.
Ins Heim wollen sie verständlicherweise nicht.
Doch die Monika kann sie doch auch nicht pflegen.
Wie soll das nur wieder enden?

Enden?
Ende.
Ende vom Datenblatt.

„Und alles nur wegen der idiotischen Frage von dem Volkswagen-Fahrer! Nein, eigentlich wegen dem dummen Fisch am 'Japaner'. Gibt’s nicht eine japanische Kirche mit einem japanischen Gott? Die bräuchte ich, wenn ich mein Lebensdatenblatt mal so auf mich wirken lasse."

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„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, liest der Mann da im Schaukasten seiner Kirchengemeinde, die Jahreslosung für das neue Jahr 2012. Später in der Andacht, die der Pfarrer für die Zeitung geschrieben hat, erfährt er dann, dass laut Bibel Jesus das gesagt hat: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

In den Schwachen?
Bei denen, die auch mal schwach sind?
Etwa auch bei solchen, die so normal sind, dass ihr Lebensdatenblatt gleich eine ganze Reihe von Schwachstellen enthält?

„Scheint ja so zu sein“, resümiert und seufzt unser „Japaner“-Fahrer da. „Denn bis jetzt haben wir ja alles geschafft – Monika, die Kinder und ich. Bis jetzt hat uns Gott ja nicht im Stich gelassen. Bis jetzt haben ja die Kräfte, am Ende sogar die Gesundheit und irgendwie sogar das Geld immer noch gereicht."

„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ - Unser „Japaner“-Fahrer sagt sich diesen Satz jetzt immer wieder, insbesondere wenn er allein im Auto unterwegs ist.

Und ich, ich sag’s mal so: Das macht er gut so, unser „Japaner“-Fahrer. Und außerdem trifft der Satz, die Jahreslosung für 2012, mit unserem „Japaner“-Fahrer und seinem schwachstellenreichen Laebensdatenblatt ja auch genau den Richtigen.

Und falls übrigens auch Dein Lebendatenblatt so eines mit einer längeren oder kürzeren Reihe von Schwachstellen ist, dann trifft die Jahreslosung für 2012 wohl auch mit Dir den Richtigen oder die Richtige! Dann ist es ebenso ein Wort für Dich und mich, was ursprünglich ein Wort Jesu für den Apostel Paulus war.
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Paulus war verzweifelt. Dreimal hatte er, so schreibt er, zum Herrn gefleht. Dann antwortete der Herr: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen  mächtig.“

Warum war Paulus verzweifelt? Wegen der vielen Negativwerte in seinem Lebensdatenblatt war er so verzewifelt. Und als wären diese allein noch nicht betrüblich genüg, zählten die undankbaren Korinther ihren Gemeindegründer auch noch immer und immer wieder an für seine persönlichen Schwächen.

Das war einerseits die wohl schlechte körperliche Verfassung von Paulus. Das war andererseits, dass er, anders als andere Apostel, Jesus nicht mehr zu dessen Lebzeiten begegnet war. Das war außerdem, dass Paulus ja ehemals ein Verfolger der Christen war.

Da nun, in dieser Verzweiflung, lässt Jesus den Paulus die Worte der neuen Jahreslosung hören: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Und mit diesen Worten nun richtet sich Paulus auch an die Korinther. Das macht er, damit diesen ihn, vor allem aber Gott besser verstehen.

Gott nämlich, so will es Paulus den Korinthern verdeutlichen, ist auch ein Gott von Menschen mit Schwächen im Lebensdatenblatt. Im Gegensatz zu den Korinthern und anderen Menschen, die sich gern von Menschen mit Problemen abwenden, wendet sich Gott nicht von solchen Menschen ab. Stattdessen gibt er ihnen Kraft – Kraft zum Durchhalten.

Nicht nur unser Toll-, Gesund- oder Glücklich-Sein ist also ein Beweis für Gottes Barmherzigkeit, sondern ebenso dass er uns da, wo wir schwach sind, Kraft um Kraft gibt. Kraft zm Durchzuhalten; in der Schule, in einer Krankheit, bei Spannungen und Belastungen in der Familie, bei Konflikten auf der Arbeit oder in der Kirchengemeinde, in Zeiten der Trauer.

Und wenn Du’s Dir genau überlegst, lieber Homepage-Besucher, dann geht es wohl auch Dir wie dem „Japaner“-Fahrer. Dann kannst vermutlich auch Du sagen, dass Gott Dich und Deine Lieben bis zum heutigen Tag nicht im Stich gelassen hat.

Jesus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Er sagt das Dir wie mir - ganz gleich ob Du nun einen „Japaner“ oder einen „Deutschen“, Bus oder Fahrrad fährst.

Und Du verstehst vielleicht:
Da, wo Dein Lebensdatenblatt schwach ist - da ist Gott um so stärker in Dir.

In diesem Sinne:
Ein gesegnetes und frohes Jahr 2012 Ihnen!

Ihr Ralf Euker

Bobbycar
© Stephan Schulz auf pixelio.de

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