Wort der Evangelischen Kirche der EKM zum Wahljahr: „Herz statt Hetze“

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Folgendes beschlossen:

In diesen Tagen werden demokratische Prozesse und Institutionen angezweifelt und verächtlich gemacht.

Populistische, rechtsextremistische und antisemitische Positionen werden zunehmend gesellschaftsfähig. Misstrauen, Hass und Hetze treiben unsere Gesellschaft auseinander.

Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst vor dem, was kommt. Das darf uns nicht dazu bringen, uns von populistischen Aussagen und scheinbar einfachen Lösungen verführen zu lassen.

Christinnen und Christen glauben an die von Gott gegebene Gleichwertigkeit aller Menschen und die unveräußerliche Würde jedes Menschen. In der Nachfolge Jesu setzen wir uns darum besonders für benachteiligte, arme, fremde und geflüchtete Menschen ein. Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ engagieren wir uns für eine offene und vielfältige Gesellschaft, in der jeder Mensch ohne Angst leben kann.

Wir sind mit der katholischen Kirche einig: Die Positionen extremer Parteien wie die des III. Weges, der Partei Heimat oder der AfD können wir nicht akzeptieren. Sie sind mit christlichen Werten und mit der Verfassung unserer Kirche nicht vereinbar.

Landeskirchenrat der EKM, 23. Februar 2024

Herzliche Einladung zur Bibelwoche 2024

Die Bibelwoche führt uns in diesem Jahr an den Anfang. Im biblischen Buch Genesis wird uns der Kosmos als Schöpfung vor Augen gestellt. Zu dieser Schöpfung gehört der Mensch als Gottes Ebenbild.

Gemeinsam lesen, hören und besprechen wir biblische Texte und wie wir sie verstehen.

An drei Terminen treffen wir uns jeweils in Schollene, im Haus der Begegnung, um 18.30 Uhr bzw. in Schönhausen, in der Winterkirche, um 19.00 Uhr.

Am 3. März feiern wir zum Abschluss Gottesdienst.

Pfr. Manfred Kiel

Silvester in Schollene

Erleuchteter Altarraum der Schollener Kirche
Foto: S. Engel

Alles hat seine Zeit

Vor mehreren Jahren als „Testballon“ gestartet, erfreut sich die Andacht am Silvesterabend um 22 Uhr in der Schollener Kircher eines steigenden Besucherinteresses. Zwischen leckerem Silvesteressen und dem Einläuten des Neuen Jahres möchte die halbe Stunde in der Kirche allen eine kurze Besinnungspause anbieten.

Wer sich nicht zum ersten Mal auf den Weg machte, konnte es sich wohl schon denken: auch Max war wieder mit von der Partie. Der kleine Holzengel wohnt auf dem mittleren Brett eines Regals. Von dort aus hat er einen guten Überblick und kennt sich aus mit dem Erzengel Gabriel und was sonst noch so anliegt. Eingerahmt wurde die Andacht von kurzweiliger Orgel- und Klaviermusik. Es ging um das Thema Zeit und wie wir sie füllen. Von Albert Einstein bis zur Ewigkeit Gottes war für jeden etwas dabei.

Das Gebet zum Abschluss, wird wohl so manchem aus dem Herzen gesprochen haben:

Ewiger Gott, unser liebender Vater,

am Ende dieses Jahres kommen wir noch einmal zu dir und legen dir alles vor die Füße, was uns bewegt. Wir danken dir für alles, was in diesem Jahr gelungen ist, so selbstverständlich da war oder wir ganz unverhofft geschenkt bekamen. Danke für alle, die uns begleitet haben, uns geholfen haben, uns ertragen haben.

Wir klagen vor Dir über unsere Hilflosigkeit angesichts des unberechenbar gewordenen Wetters und dessen verheerende Auswirkungen. Danke für alle, die sich seit den Feiertagen Tag und Nacht gegen das Hochwasser stemmen. Danke für alle, die Gesundheitsfürsorge und Warentransporte aufrecht erhalten.

Wir beklagen die Ratlosigkeit der Entscheidungsträger auf allen Ebenen unserer Gesellschaft angesichts der Rücksichtslosigkeit, Respektlosigkeit und brutalen Gewalt gegen Bürger und Sicherheitskräfte. Danke für alle, die unter Einsatz ihres Lebens unser Land beschützen.

Wir bringen vor dich, wo wir uns selbst zur Last geworden sind. Hilf uns, unsere Beziehungen und Familien zusammen zu halten. Hilf heilen, wo wir schuldig geworden sind.

Wir trauern um Menschen, die uns lieb waren und nun vermissen müssen.
Wir kommen so schwer darüber hinweg. Ergreife unser Herz und erfülle es mit Zuversicht, damit wir daran nicht zerbrechen.

Herr, wir wissen, alles hat seine Zeit. Dazu gehören Tod und Leben, Weinen und lachen, Zerstören und Aufbau, Verlieren und Finden. Ein neues Jahr liegt vor uns. Wir bringen dir besonders unsere Sorgen und Befürchtungen. Ersetze sie durch Hoffnung und Vertrauen auf dich. Erinnere uns immer wieder daran, dass du dein Wort gegeben hast, unser guter Hirte zu sein.

Herr, unsere Zeit steht in deinen Händen: unsere Lebenszeit und die gesamte Weltzeit. Wir bitten dich, wecke uns Herz und Verstand für gute Worte und Ideen. Stärke unsere Hände für Werke, die du von uns getan haben willst.

Amen

Konzeption und Text: Gudrun Willenbockel, 2023

Foto: Sebastian Engel

Musikalisches Wochenende in Schönhausen:

am Freitag, 1. September, 19 Uhr mit dem Fahrradkantor, Martin Schulze, und am Sonntag, 3. September, 16 Uhr mit Ensemble Virga strata aus Berlin in der Schönhauser Kirche

Freitag, 19 Uhr:
Martin Schulze, der neben seiner organistischen Tätigkeit auch als Orgelsachverständiger tätig ist, gastierte bereits viele Male an der bedeutenden Orgel in Schönhausen. Da Martin Schulze seit über 20 Jahren die meisten Strecken zu seinen Konzerten, pro Jahr ca. 15000 Kilometer, auf dem Rennrad bewältigt, wuchs ihm der, inzwischen geschützte, Titel „Fahrradkantor“ zu. Das in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Schönhausen erbaute Instrument lädt besonders zum Musizieren barocker Orgelliteratur ein. Neben norddeutscher Musik der Barockzeit (Dietrich Buxtehude, Vincent Lübeck), werden Werke der Romantik (Mendelssohn) und der Moderne (Lothar Graap) erklingen. Dank der hervorragenden Konzeption dieser Orgel sind derartige Werke gut auf dem Instrument darstellbar. Alte und neue Musik gipfelt im Höhepunkt der Spätbarockzeit mit einem großen, freien Werk von Johann Sebastian Bach.

Sonntag, 16 Uhr:
Orgelmusik, gregorianische Choräle und Chormusik aus dem Mittelalter und der Renaissance
Es singt das Ensemble Virga strata / Berlin
Leitung: Dr. Krystian Skoczowski und Prof. Jochen Großmann. An der Scholzeorgel: Age Freerk Bokman

Die gregorianischen Gesänge passen sehr gut in die Kirche von Schönhausen, denn diese Musik wurde, als die Kirche entstand, dort mit Sicherheit gesungen. Das Konzert wird also eine Reise in die Zeit der Romanik. Man hat früher auch gerne einstimmige Gesänge im Wechsel mit Orgelmusik aufgeführt. So wird ein Magnificat von Samuel Scheidt von dem jungen Organisten Age Freerk Bokman gespielt werden.

Er hat in den Niederlanden und an der Universität der Künste Orgel studiert und sein Studium mit einem Konzertexamen abgeschlossen.
Das Ensemble Virga strata wurde vor über 20 Jahren gegründet und ist seither an vielen Orten aufgetreten. Im letzten Jahr waren die Sänger im Dom in Stendal und auf Mallorca zu Gast.

Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Um Spenden für die Vortragenden wird gebeten.

Schollene: Herzlich Willkommen im „Haus der Begegnung“

Jetzt trägt das Gebäude ganz offiziell und nach außen hin für alle sichtbar seinen Namen neben der Eingangstür: „Haus der Begegnung“. Bereits Ende Juni 2022 wurde das ehemalige Schollener Pfarrhaus nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten festlich seiner Bestimmung übergeben. Seitdem ist viel passiert. 

Im September nahm die Textil-Werkstatt für Paramente in einem der schönen hellen Räume ihre Arbeit auf. Am 1. Advent konnte nach langer Zeit im Gemeinderaum zum ersten Mal wieder Gottesdienst gefeiert werden. Die Tradition der monatlichen Gemeindenachmittage wurde wieder aufgenommen und auch das „Frauenfrühstück“ war schon zu Gast. Wöchentlich trifft sich im Haus der Singkreis und die „Show-lener“ halten hier ebenfalls ihre Proben ab.

Neben allen Aktivitäten der Kirchengemeinde steht ein Teil der Räumlichkeiten etwa für private Familienfeiern oder andere Veranstaltungen zur Verfügung. Bis zu 50 Tischplätze können eingerichtet werden. Ein barrierefreier Zugang von der Hofseite und eine behindertengerechte WC-Anlage sind heute selbstverständlich.

Inzwischen ist auch der hinter dem Haus gelegene einstige Pfarrgarten aufgeräumt. 

Von einer Mauer begrenzt und von Bäumen und Sträuchern umrahmt entpuppte sich dieser als kleines, einladendes, parkähnliches Areal, das mit genutzt werden kann.

Im Obergeschoss des Hauses befinden sich zwei Mietwohnungen. 

Eine der beiden Wohnungen wird z.Zt. gründlich renoviert. 

Interessenten und Interessentinnen sind willkommen!

Das Haus der Begegnung wurde mit ELER- und LEADER-Mitteln renoviert.

Ansprechpartnerin:

Birgit Lewerenz

Tel. 039389-91500

Text/Fotos: 

Gudrun Willenbockel, 2023

www.textil-werkstatt.de

Radio SAW berichtet über St. Marien und Willebrord

Thorsten Keßler von der Kirchenredaktion beim Radio SAW berichtet über die Offene Kirche in Schönhausen.

Den Beitrag mit Stimmen von Karin Froreck und Manfred Kiel hören Sie hier: https://audiodienst.de/mediathek/radio-saw/2023/05/01/von-mai-bis-oktober-geoeffnet-bismarcks-taufkirche-in-schoenhausen/32487

Aussenansicht der Kirche St. Marien und Willebrord in Schönhausen an der Elbe

Seien Sie uns herzlich als Gäste in Schönhausen willkommen!